Wasserknappheit bedroht auch woh
In den letzten Tagen informierte die Presse über eine Studie der Organisation World Wildlife Fund (WWF). Nach dieser Studie sind auch wohlhabende Staaten von Wasserknappheit bedroht.
Dazu veröffentlichte AFP die von vielen Medien übernommene Pressemitteilung:
Pressemitteilung ŠAFP (8 k).
Das Bundesland Brandenburg umgibt die Hauptstadt Berlin und sollte auch eine entsprechnende Wasserpolitik betreiben, die den Wasserbedarf der Hauptstadt sichert. Doch was in Brandenburg politischer Wille ist, das kommt in folgendem Leserbrief an die Märkische Oderzeitung zum Ausdruck.
Leserbrief zu "Wasser wird überall knapp" (MOZ vom 17.08.2006)
Überall - das kann nicht stimmen! Der Abteilungsleiter Wasserwirtschaft im Umweltministerium des Landes Brandenburg wird nicht müde, immer zu wiederholen, daß wir nur einen Bruchteil des Wasserdargebots nutzen und die Zweckverbände im Barnim - und nicht nur im Barnim - werben seit Jahren dafür, daß die Bürger endlich wieder mehr Wasser "verbrauchen" sollen. Wir sollen getrost zweimal am Tag duschen, es wäre genug Wasser da (Eberswalder Amtsblatt 07/2005).
Ein Schelm, der hier an Profit denkt!
Was der World Wildlife Fund (WWF) feststellt gilt natürlich auch für Brandenburg, auch wenn diejenigen, die am Wasser verdienen, das nicht wahrhaben wollen.
Bei uns in Brandenburg wird zu dem vom WWF angeprangerten exzessiven Wasserverbrauch aber sogar amtlich aufgefordert. Die undichten, weil nicht dicht zu haltenden Kanalnetze verlieren bis zu 20 Prozent Schmutzwasser, vollständig unkontrolliert, und verderben damit das Grundwasser. Mit den Klärwerksabwässern gelangen - auch bei Einhaltung genehmigter Grenzwerte - so viel Nährstoffe, Pharmaka und Kosmetika in unsere Vorfluter und Fließgewässer, daß unsere Flüsse, besonders im Sommer, zu Abwasserkanälen verkommen und die Fischbestände in Gefahr sind. Die Ostsee ist, besonders an der Odermündung mit Nährstoffen hoch belastet und im Achterwasser auf Usedom sollte man besser nicht mehr baden, es sei denn, man ist gegen Blaualgen immun - aber wer ist das schon?
Wann wird unser Umweltminister seiner Verantwortung für den Schutz der Gewässer und für den nachhaltigen Umgang mit Wasser endlich gerecht?
gez, Madeja
Johannes Madeja
WIB-Initiativgruppe Barnim*
Kreistagsabgeordneter "Freie Wähler"
* WIB steht für Wasser in Bürgerhand
Beachtenswert ist die Reaktion der österreichischen Presseagentur Pressetext mit der Pressemitteilung Špressetext (102 k).
Ich bedanke mich für die Zustimmung zur Veröffentlichung der beiden Pressemitteilungen auf meiner Webseite bei den jeweiligen Deutschlandbüros AFP und Pressetext.
Autor: Eberhard Paul
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